Das Baugerüst wird zur Mauer... und warum Platinen Städte sind. | Warum ein Blog?

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Was ist heute alles passiert? Was ist alles in der letzten Woche passiert?

Der Funke, den das Baugerüst ausgelöst hat, ja, der hat sich in eine wundervolle "Wirtshaus"-Kneipenszene verwandelt und wartet jetzt auf weitere Bausteine und Baumaterialien, um das Musicalprojekt weiter voranzutreiben. Zu diesem Zweck habe ich geplant, die Zusammenfassung, die ich bereits verfasst habe, noch einmal komplett über den Haufen zu werfen.

 

Wer kennt das auch?

Pläne über den Haufen werfen?

Ja? Sie da in der hinteren Reihe? Sie haben sich gemeldet?

Ach! Sie kennen das! Wie wundervoll!

 

Ich bin ziemlich gut darin.

Ziemlich.

 

Ich muss daher auch gestehen, dass ich mich nicht um die mittelalterliche Musik oder das Schreibboard und die Pinnwand gekümmert habe, von denen ich das letzte Mal erzählt habe. Muss eben ohne gehen.

Ein überfüllter Schreibtisch tut's zur Not auch. Arme hoch, wer das auch kennt! Ah! Ich sehe in der Mitte die Reihe... Oh! Na Sie müssen ja ganz schlimme Schlingel sein! Vielleicht sollten Sie doch mal zum Papierkorb greifen und die Hälfte auf Ihrem Schreibtisch entsorgen. Ich könnte schwören, da liegen noch Pizzagutscheine von letztem Jahr :-).

 

Jedenfalls - ich will ja nicht abschweifen; soll ja nicht heißen, ich würde Sie aufhalten wollen -  fiebere ich dem weiteren Plotting entgegen und bin gespannt, wohin mich die Reise führt. So viel kann ich verraten: Das Wirtshaus hat endlich, seit Monaten Leerstand, drei neue Gäste. Ekarius, Max und Symon, drei Wanderarbeiter und Lebensenthusiasten, die sich in einer feucht-fröhlichen Nacht kennengelernt und beschlossen haben, etwas "zu erleben".

Ein wirklich traumhafter Plan. Etwas erleben. Ich frage mich grade, wo ich so meiner Fingerkuppen auf Plastiktasten haue, ... was ist das eigentlich? Etwas erleben? Beschreibt es den Zustand, ein Ereignis mit allen Sinnen voll wahrzunehmen? Oder ist es doch etwas Anderes? Wer von Ihnen tendiert eher zu Nummer eins? Sie alle? Na, dann wird das ja wohl stimmen.

Naja, jedenfalls wollen die drei Freunde etwas erleben und setzen alles daran, dies auch wahr werden zu lassen. Ich glaube, morgen werden sie in eine Bauhütte gehen und nach Arbeit fragen. Meine Planung sieht vor, dass die drei erst abgewiesen werden, das Schicksal sich aber - oh Wunder - doch so dreht, dass sie beim Bau des Doms mithelfen können. Mehr will ich aber an dieser Stelle noch nicht verraten.

 

Lasst uns doch stattdessen mal über Platinen reden.

Oh Entschuldigung. Hier vorne in der ersten Reihe fragt jemand, was eine Platine ist. Wie soll ich das erklären? Vielleicht jemand von Ihnen? Sie hier vorne? Oder Sie dahinten... Sie hatten sich gemeldet? Nicht? Na gut, dann will ich es mal mit einem arbeitstäglichen Beispiel versuchen. Haben sie schon einmal vor Wut ihren Drucker auf den Boden geworfen, weil er wieder nicht das gedruckt hat, was Sie wollten? Oder wollten Sie schon einmal ihren Computer aus dem Fenster werfen? Im schlimmsten Falle - also wenn das Ding dann endlich kaputtgegangen ist - sind Ihnen doch bestimmt diese grünen Computerchips mit allerlei Bauteilen, Drähten und Käbelchen aufgefallen? Ja? Das nennt man Platine. Eigentlich gar nicht so schwer, oder? (Ein Profitipp: Schaut auch mal in das Titelbild oben, da kann man unten rechts eine Platine von einem Handynetzteil erkennen).

 

Wie komme ich auf Platinen? 

Kurz gesagt: Ich habe gestern das besagte Netzteil oben im Bilde auseinandergeschraubt, um mir einmal näher einen Kondensator anzuschauen. (Noch ein Profitipp: Das sind diese schwarzen, tonnenförmigen Bauteilchen, z.B. das oben links) Während ich mir die Platine also genauer anschaue, nur um einmal spaßeshalber nachzuvollziehen, wie genau der Strom aus der Steckdose gedenkt durch die Anzahl an Leitungen (und eben Kondensatoren) zu fließen, fällt mir auf, dass das kleine Ding Platine mehr einer Großstadt ähnelt, als einem Stück leitender Teile. Und seien Sie mal ehrlich: Sie haben doch das gleiche gedacht, oder?

 

Und ich wette, jetzt finden Sie das kleine Stück Metallschrott (ist übrigens Sondermüll!) nicht weniger interessant als ich. Wie inspirierend die Technik doch manchmal sein kann!

Ah! Hier vorne taucht die Frage auf, warum ich jetzt über inspirierende Technik philosophiere.

Ehrlich gesagt, weiß ich es selber nicht so genau... Aber wenn es ein Stück Metallschrott vermag, Menschen zu inspirieren, wäre es dann nicht viel interessanter darüber nachzudenken, was erst ein Stück zerknülltes Papier oder gar ein glattes Papier und ein Stift zustande bringen können?

 

Zugegeben. Mit dem Handynetzteil können Sie vielleicht - so mag der ein oder andere denken, mich nicht ganz ausgeschlossen - Ihr Smartphone an die Steckdose stecken und sich von Content berieseln lassen. Alle sozialen Netzwerke in Dauerschleife. Wie man das halt so kennt.

Oder aber Sie könnten "Content" (ein großes Wort in der Medienwelt) eben selbst auf Papier bringen, was weit aus reizvoller sein kann, als ein Stück Technik. Schon mal probiert? Glauben Sie mir, es lohnt sich!

 

So dreht sich der Kreis wieder zum "DOM"-Musical.

Wir schauen mal, wohin mich die Reise führt.

 

Wenn ich beim nächsten Zwischenstopp angekommen bin, hören wir voneinander.

Wenn ich Internet, eine Tastatur und einen Bildschirm finde, Technik eben.

 

Bis dahin alles Gute!

 

 

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